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Die Siegergeschichten des 1. Kurzgeschichtenwettbewerbs/Leseproben |
Michaela Nolan

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Die Siegergeschichten des 1. Kurzgeschichtenwettbewerbs/Leseproben |
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Hallo ihr Lieben
Ich gebe bekannt:
Den 1.Kurzgeschichtenwettbewerb des FWZ- Autoren-Board hat
Vampy mit ihrer Geschichte Unsterblicher Liebreiz der Nacht gewonnen.
Auf den weiteren Plätzen folgen Michaela mit Bronzeengel und
RoyFrancisLey mit der Wechselbalg.
Vampy hat insgesamt 110 Punkte von Usern und Gästen erhalten
Michaela hat 109 und RoyFrancisLey 107 Punkte bekommen.
Die Board-Adminpunkte 20, 15, 10 wurden wir folgt vergeben:
Es werden alle Punkte zusammengezählt und durch die Anzahl der
User/Gäste (13) die ihre Stimme abgegeben haben geteilt.
Fairer geht es nicht.
Vampy hatte einen Durchschnitt von 8,5, Michaela 8,4 und
RoyFrancisLey 8,2.
Das Ergibt einen Entstand von
Vampy 130 Punkte
Michaela 124 Punkte
RoyFrancisLey 117 Punkte
Im Auftrag des Board-Adminteams, Gratulieren ich den Gewinner/innen
Liebe Grüße
Michaela
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31.12.2009 22:00 |
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Hallo ihr Lieben
Demnächst könnt ihr Ausschnitte aus den Siegergeschichten lesen
Liebe Grüße
Michaela
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02.01.2010 18:17 |
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Unsterblicher Liebreiz der Nacht
In einer eiskalten Winternacht rettet der Schriftsteller Jan Nik einen in einen schwarzen Umhang gehüllten jungen Mann vor dem Gefriertod. Jan ist fasziniert von der Schönheit und der ihm unerklärlichen Anziehungskraft des Fremden, nichts ahnend, wer der schöne Unbekannte in Wahrheit ist ...
„ … Es war bereits dunkel, als Jan im Wohnzimmer erwachte. Er musste wohl eingenickt sein. Mechanisch stand er auf und lief zur breiten Fensterfront hinüber, um in die Dunkelheit hinauszusehen. Es war eine wunderbare Nacht. Vom Himmel glitzerten unzählige Sterne herab und der Mond warf sein helles Licht auf die weiße Schneedecke, die in aller Pracht funkelte. Völlig unerwartet entdeckte er etwas Merkwürdiges zwischen den Bäumen. Irgendetwas lag dort im Schnee und versuchte sich immer wieder hochzurappeln, was in Jan den Gedanken aufkeimen ließ, dass es sich um einen Verletzten handeln musste. Bei genauerer Betrachtung dämmerte es ihm: Es war die Gestalt mit dem bodenlangen schwarzen Umhang, die er neulich am Straßenrand gesehen hatte. Sogar jetzt hielt die seltsam gekleidete Person seinen Kopf tief in die Kapuze gehüllt. Ein nachdenklicher Seufzer drang aus seiner Kehle. Er konnte dieses arme Geschöpf doch unmöglich dort draußen in der Kälte liegen lassen! Noch immer sah er gebannt in den nahegelegenen Wald hinein, der an sein hinteres Grundstück grenzte. Ohne weiter darüber nachzudenken, lief er hinter das Haus und zum Waldstück hinüber. Dabei bekam er die Kälte der Nacht ordentlich zu spüren. Schwerfällig stapfte er durch den tiefen Schnee und blieb wenige Meter vor der eingehüllten Person stehen. Jan war kein ängstlicher Mensch und wollte dieser armen Kreatur, die sich nachts in der Kälte vermutlich nur den Tod geholt hätte, bloß helfen. Seltsamerweise hatte sich die unbekannte Gestalt zwischenzeitlich im Schnee sitzend umgedreht, um ihm nun den Rücken zuzuwenden. Vorsichtig machte er ein paar weitere Schritte nach vor.
„Hallo? Kann ich Ihnen helfen?“, fragte er höflich nach, doch er bekam keine Antwort. Auch wenn Jan keine Angst verspürte, so überlief ihn trotzdem für einen Moment ein kalter Schauder. Er hatte sich noch nie in so einer unangenehmen Situation befunden. Warum versteckte die Person sich vor ihm?
„Hallo? Verstehen Sie mich?“, versuchte er es ein weiteres Mal. Doch wieder erntete er nur Schweigen. Die Gestalt rührte sich keinen Zentimeter; stattdessen wippte sie einfach mit dem Oberkörper voran in den Schnee hinein. Anscheinend war sie zu erschöpft, um noch sprechen zu können. Hastig lief Jan zu dem schwarzen Bündel hin und zog ihm die Kapuze vom Kopf, da er es nicht mochte, wenn jemand sein Gesicht vor ihm verbarg. Durch den hellen Mondschein war es ihm möglich, in die gequälten Gesichtszüge eines jungen Mannes zu blicken. Mit weit aufgerissenen Augen und stark geweiteten Pupillen sah er Jan beinahe flehentlich an, sprach aber kein Wort. Unter seinen Augen zeichneten sich dunkle Ringe ab und seine Hand, die Jan nun berührte, fühlte sich eisigkalt an. Trotz der unbehaglichen Situation, in der er sich befand, war Jan auf Anhieb fasziniert von der Schönheit des Fremden. Er hatte rabenschwarzes Haar, wunderschöne braune Augen und die schwärzesten Wimpern, die er je gesehen hatte. Seinen Mund hielt er leicht geöffnet und er starrte Jan an, als wollte er ihm dringend etwas mitteilen.
„Warten Sie, ich helfe Ihnen hoch“, sagte er betont und legte den linken Arm des dunkelhaarigen Schönen um seine Schultern. Widerstandslos ließ er es mit sich geschehen. Erst jetzt stellte Jan beklemmend fest, dass es dem Fremden kaum noch möglich war, sich aufrecht auf den Beinen zu halten. Vermutlich hatte er schon länger nichts mehr zu sich genommen, dachte er, und schleppte ihn mit sich fort in sein Haus. …“
„Spannende Story mit klaren, lebhaften Bildern! Macht Lust auf mehr!“
„Handlung und Stil gut. Charaktere und Geschichte gelungen. Wann gibt es mehr?“
“Sehr schöne Geschichte, ich hoffe du schreibst bald weiter.“ (Wettbewerbsbewertungen)
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03.02.2010 11:45 |
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Der Bronzeengel
Martin, Graf von Avon, verbirgt ein tiefes Geheimnis. So wie der König von England kann auch er es nicht wagen, sein Innerstes, sein wahres Gesicht zu zeigen. Doch überrascht wagt der junge König den ersten Schritt, und so fallen auf
einem Kostümball im wahrsten Sinne des Wortes die Masken ...
„… Gelangweilt schaute sich Martin um. Die Ballsaison hatte begonnen und seine Mutter genoss es von Verehrern umschwärmt zu werden.
Nichts hasste er mehr, als diese affektierte, in sich selbst verliebte Gesellschaft. Seinen Wunsch, auf dem Land bleiben zu dürfen, kam seine Mutter nicht nach. Sie bestand darauf, dass er mit ins Stadthaus zog und sie über die ganze Ballsaison begleitete. Ihm blieb auch nichts erspart. Jetzt kam auch noch ein junger, blonder Mann auf ihn zu. Martin stand auf
und mit schnellen Schritten verließ er den Ballsaal in Richtung des Balkons.
Draußen angekommen holte er tief Luft. Er wollte allein sein.
„Warum laufen Sie denn vor mir davon, lieber Graf?“, erklang eine belustigte, sanfte Stimme und der junge blonde Mann ging auf ihn zu.
„Ich laufe nicht weg, warum sollte ich das tun?“, murmelte Martin.
„Nun denn, lieber Graf, lassen wir es gut sein. Ich möchte Sie bitten, am Freitagnachmittag um 16:00 Uhr in den Regentenpalast zu kommen“, sagte der Mann und lächelte ihn verschmitzt an.
Jetzt erst erkannte Martin ihn. Erst wurde er blass, dann rötete sich seine Gesichtsfarbe.
„Eure Majestät, Sire, ich bitte um Vergebung!“, stammelte Martin.
„Lassen Sie es gut sein, lieber Graf. Ich weiß, wie nervig ein Ball sein kann.
Kommen Sie meiner Bitte nach, mein Lieber?“, sprach der junge König und blickte ihn fragend an.
„Ich werde kommen, Sire", antwortete Martin und fragte sich, was so wichtig war,
dass der König ihn sprechen wollte.
„Ich freue mich, Graf Avon, dass Sie meiner Einladung folgen. Bitte richten Sie Ihrer Frau Mama die herzlichsten Grüße von mir aus“, sagte dieser darauf fröhlich und mit einem strahlenden Gesicht verabschiedete er sich.
Verdutzt schaute Martin dem König nach. Er verstand die Welt nicht mehr. Was zum Teufel ging hier vor?
Wie hatte er die Aufmerksamkeit des Königs erregt? Er musste vorsichtig sein, niemand durfte hinter sein Geheimnis kommen. …“
„Originelle und überraschende Geschichte. Viel Fantasie und Leichtigkeit.“
“Uns hat es Spaß gemacht deine Geschichte zu lesen, würden uns über eine Fortsetzung freuen.“ (Wettbewerbsbewertung)
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03.02.2010 11:47 |
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Michaela Nolan

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Der Wechselbalg
Durch zahlreiche Wirrungen wächst Leandro als jüngster Sohn eines Schmieds und dessen Frau auf, die noch vor seiner Geburt sein Leben einem Dämon versprachen. Verraten, gedemütigt und missverstanden fügt sich der junge Mann und kehrt mit dem Unsterblichen mit in dessen Reich. Doch dort erwartet ihn sein vorherbestimmtes Schicksal. Nicht nur, dass er der Sohn des Lichtalbenkönigs sein soll, nein, auch der Feuerdämon löst in ihm Gefühle aus, die so nicht vorhersehbar waren …
„Mylady!“, flüsterte eine männliche, tiefe, aber auch schneidende Stimme. „Ich komme, um meinen Lohn für meine vergangenen Dienste abzuholen! Doch Euer Mann weigert sich, den Jungen herauszugeben.“
Die Frau zog erneut schmerzhaft die Luft ein, bevor sie all ihren Mut zusammennahm und einen Schritt auf den fremden Mann zumachte.
„Lord, ich weiß, wir sind Euch zu Dank verpflichtet, aber raubt mir nicht meinen jüngsten Sohn! Ich bitte Euch, fordert, was Ihr wollt, aber nehmt mir nicht eines meiner Kinder!“, sprach die Frau, während ihre Hände immer wieder nervös über ihre schmutzige, alte Schürze strichen.
Der Fremde starrte für einen Moment erschrocken auf die Frau und fast erschien es ihr, dass ihre Worte an seinem Herz gerüttelt hatten, doch schon im nächsten Moment verdunkelte sich sein Gesichtsausdruck wieder und der Mann trat einen Schritt auf die Schmiedsfrau zu.
„Ihr verweigert mir meinen Lohn?“, sprach er kalt und scharf.
„Nein, Sir, verlangt, was Ihr wollt, aber nehmt nicht meinen Sohn!“, wiederholte die Frau mit zittriger Stimme.
Der Fremde lachte empfindungslos auf, bevor er näher an die Frau herantrat, die ängstlich einen Schritt zurückwich.
„Ihr wagt es, Euch zu weigern?“, keifte der dunkle Krieger und ballte seine Hände herausfordernd zu Fäusten. „Nach all dem, was ich für Euch tat?“
Hastig sprang der Schmied vor seine Frau und versuchte sie zu schützen, doch der Mann schob ihn achtlos zur Seite und der Schmied fiel zu Boden. Sein ältester Sohn wollte seinem Vater zur Hilfe eilen, doch der Fremde warf ihm einen warnenden Blick zu, der ihn innehalten ließ. Die Frau schrie auf, während sie ihre Augen ängstlich auf den Fremden richtete, als sich im nächsten Moment hinter ihr die Tür zum Haus öffnete.
Leandro lief an die Seite seiner Mutter, hob das Schwert seines Vaters gegen die Brust des dunklen Kriegers und sah den Mann herausfordernd an.
„Nehmt Eure Hände von meiner Familie!“, zischte der junge Mann, ohne sein Gegenüber aus den Augen zu lassen. …“
„Sehr gut und genau geschrieben. Man kann sich gut "reinversetzen" und es sich vorstellen.“
„Gefällt mir sehr gut. Schöne Geschichte. Fließend geschrieben.
„Wirklich super. Hat mir Spaß gemacht, deine Geschichte zu lesen!“ (Wettbewerbsbewertung)
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03.02.2010 11:49 |
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Michaela Nolan

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Hallo ihr Lieben
Demnächst ist die FWZ-Edition "Fantastisches" als Taschenbuch erhältlich,
eine Anthologie aus den Siegergeschichten,
unseres 1. Kurzgeschichtenwettbewerbs.
Weitere Informationen
auf der Verlags-HP FWZ-Verlag/ FWZ-Edition
Liebe Grüße
Michaela
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03.02.2010 12:05 |
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